Einige unserer Winzer

J.J.Becker, Rheingau

Als hoffnungsvoller Student der Uni Hamburg und von den Eltern meiner Frau misstrauisch beobachteter Schwiegersohn in spe trank ich bei nächtelangen Schachpartien mit meinem zukünftigen Schwiegervater so manche Flasche Wein aus dem Weingut J.B.Becker. Derart angeregt und begeistert von den Rieslingweinen aus Niederwalluf verfiel ich auf die Idee, den Rest der Hamburger mit diesen Weinen zu beglücken, holte einen LKW voll Wein und war damit Weinhändler. Der Stoff war zwar trocken, aber nicht so staubig wie der an der Uni. Die Weine von Hans-Josef und Maria Becker zählen zu den charaktervollsten Weinen aus dem Rheingau, erschließen sich nicht immer sofort, begeistern aber immer wieder.

„Zwischen Genie und Wahnsinn“ war in einer Weinkritik im Internet zu lesen, wir bemühen uns, Ihnen hauptsächlich das Genie näher zu bringen. Übrigens, sollten Sie mal im Rheingau sein, besuchen Sie unbedingt den direkt am Rheinufer gelegenen und von alten Bäumen beschatteten Weingarten der Beckers.

Rainer Bergdolt, Pfalz

Als wir Rainer Bergdolt 1985 kennen lernten, waren wir von seinen Weinen sofort begeistert. Inzwischen ist sein Ruf schon fast legendär. Stuart Piggot zählt seine Weißburgunder zu den besten der Welt, aber auch die Rieslingweine, seien sie trocken oder edelsüß, gehören zur deutschen Spitzenklasse. Das Weingut ist ein ehemaliges Kloster aus dem Jahr 997, das im Jahr 1754 von Jakob Bergdolt gekauft wurde. Die Anlage ist stillvoll restauriert worden, die alten, von Cladosporium cellare – Weinkellerschimmel überzogenen Gewölbekeller bergen die flüssigen Schätze in Edelstahl, Holzfässern und Barriques. Als Rainer Bergdolt vor vielen Jahren die ersten Erfahrungen mit dem Barriqueausbau sammelte, bat er uns, einen Dornfelder aus dem kleinen Holzfass zu probieren. Nach dem Probeschluck herrschte erstmal betretenes Schweigen, doch dann mussten wir unser Urteil abgeben. „Schmeckt ja, als würde man auf einem Streichholz kauen.“ Glücklicherweise war Rainer Bergdolt zu einer ähnlichen Meinung gekommen, so dass unser gutes Verhältnis nicht weiter getrübt wurde. Bei einem unserer nächsten Besuche präsentierte er uns einen Barriquewein mit perfekt ausbalanciertem Holz, wie er besser nicht zu machen war.

Info: www.weingut-bergdolt.de

Bergsträßer Winzer, Hessische Bergstraße

Das mittelständige Unternehmen Bergsträsser Winzer eG wurde im Jahr 1904 als „Starkenburger Winzerverein“ in Heppenheim gegründet. Bis 1960 dienten die Wirtschaftsgebäude des Kurmainzer Amtshofes als Betriebsstätte, ehe die Grundsteinlegung zu einem neuen, modernen Kellerei- und Betriebsgebäude an der Darmstädter Strasse erfolgte.

Info: www.bergstraesserwinzer.de

Johannes & Ilse Häge, Württemberg

Ein Winzer in Württemberg heißt Wengerter, denn wir wissen ja aus der Imagewerbung, dass man dort alles kann, außer Hochdeutsch. Unser Wengerter Johannes Häge kann auch fast alles und dabei kommt er, wie er uns in einer ruhigen Stunde verriet, gar nicht aus Württemberg sondern aus Baden. Daher heißt es jetzt ja auch Baden-Württemberg. Im kleinen Örtchen Illingen-Schützingen betreibt Familie Häge nicht nur Weinbau, übrigens auch ökologischen, sondern zusätzlich eine kleine Brennerei für Obstbrände aller Art.

Info: www.weingut-haege.de

Albert Kallfelz, Mosel

„Als Büblein klein..“, zwar schon nicht mehr an der Mutterbrust, aber im zarten Alter von 11 Jahren lernte ich auf einer Weinreise meiner Eltern die Weine des Weingutes Kallfelz in Merl an der Mosel kennen. Damals wurde das Weingut natürlich noch von Albert Kallfelz Vater geführt und ich durfte auch nur einen kleinen Schluck nippen, beides ist inzwischen anders. Trotzdem, der Virus war übertragen. Heute zählt das Weingut Kallfelz zu den herausragenden Erzeugern der Mosel, die Auszeichnungen sind Legion, die Preise aber trotzdem auf dem Boden der weinhaltig demokratischen Grundordnung geblieben. Hervorzuheben ist die reife, weiche Säure und die spritzige, leichte Art der Weine, die sie gerade für empfindliche Mägen besonders bekömmlich macht.

Info: www.kallfelz.de

Weingut Gebr. Ludwig, Mosel

Seit dem Jahre 1628 besteht das Weingut der Familie Ludwig in Thörnich an der Mosel. Mitte des Jahres 2005 übernahm mit Meike und Thomas Ludwig die nächste Generation die Leitung des traditionsreichen Weingutes.
In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Gut zu einem der angesehensten Weingüter der Region. Der Weinbau in den renommierten Südhängen der Thörnicher Ritsch und Klüsserather Bruderschaft wurde selbst in diesen nostalgisch anmutenden Steillagen modern und qualitätsoptimierend gestaltet. Seit dem Jahr 2003 ist der Weinbau als kontrolliert umweltschonend zertifiziert.

Info: www.gebruederludwig.de

Wolfgang Zähringer, Markgräflerland (Baden)

Wolfgang Zähringer zählt zu den Pionieren der deutschen Ökobewegung. Allerdings hatte er als junger Mann Schwierigkeiten, seinen Vater vom ökologischen Weinbau zu überzeugen. Er beschloss daher, sein Glück in Übersee zu machen und seine Koffer zu packen. Als sein Vater derart eins vor den Koffer bekam, entschloss er sich letztlich doch, seinen Sohn gewähren zu lassen. Das Ergebnis ist eines der führenden deutschen Ökoweingüter. Doch wird nicht nur nach den üblichen ökologischen Richtlinien gearbeitet, der Betriebsleiter Paulin Köpfer hat sogar das Fluchen und Schimpfen im Weinberg untersagt. So können Sie sicher sein, einen Wein von glücklichen Reben zu geniessen.

Info: www.weingut-zaehringer.de

Walter & Tobias Zimmer, Rheinhessen

Die Ursprünge des Hirschhofs reichen bis ins Jahr 1466 zurück. Der Vorfahr der Familie Zimmer, Michael, rettete damals seinen Landesherrn vor einem angreifenden Hirsch und erhielt zum Dank die Ländereien, das Wappen und den Namen. Seither blieb das Gut im Besitz der Familie, die einer langen Tradition der Verbundenheit mit Natur, Land und Leuten folgt – und natürlich der Liebe zum Wein.

Info: www.weingut-hirschhof.de

Weingut Manfred Rothe, Franken

Die Weine von Manfred Rothe lernten wir im Herbst 2009 kennen. Marius Wittur, dessen sehr interessantes Quitten-Rekultivierungsprojekt ”MUSTEA“  Sie sich einmal ansehen sollten, hatte uns einige Probeflaschen zusammen mit unserem lang ersehnten Quittensecco geschickt. Abends öffneten wir eine Flasche Silvaner, probierten, waren von der klaren Frucht und frischen, spritzigen Art begeistert. Daraufhin öffneten wir die nächste Probeflasche, wow, und die nächste…, wieviel es waren, bleibt unser Geheimnis! Am nächsten wachten wir mit klarem Kopf und dem festen Entschluss auf, unser Sortiment um einige dieser Weine zu ergänzen. Ab sofort können Sie unsere Begeisterung teilen. 

Info: weingut rothe

WG Weinbiet Mußbach-Gimmeldingen eG, Pfalz

1902 wurde der Winzerverein Mußbach durch 54 Winzer gegründet. Die Bildung des Winzervereins versetzte die Winzer erstmals in die Lage, ihre Trauben gemeinsam zu vermarkten. Ein Schritt, der einen anhaltenden Erfolg begründete. 1968/71 entstand durch Zusammenschluss dreier Genossenschaften die “WG Weinbiet Mußbach-Gimmeldingen e.G.”, benannt nach dem 554m hohen Berg, in dessen Windschatten die Gemarkung geschützt gegen Unwetter und Hagelstürme liegt.

Info: www.wg-weinbiet.de

wird fortgesetzt…